Freitag
24.07.2026 | 19 Uhr

Bar: Heid geht‘s guad Musi

Bis zu 80 Dirndln aus den Vereinen des Chiemgau Alpenverbandes zeigen beim Gaudirndldrahn ihr Können und treten in den Wettbewerb um die begehrten Plätze in der Gaugruppe.

Plattln und Dirndldrahn hat sich im Chiemgau zu einer leichtfüßigen, spritzigen Tanzform entwickelt. Die Dirndl drehen sich nach einem gemeinsamen Walzer mit dem Buam so schnell es geht in sich und dabei in kleinen Schritten, wie ein Kreisel, um den Buam. Dieser plattlt währenddessen zur jeweiliegen Melodie. Nach diesen 16 Takten „fängt“ der Bua sein Dirndl, um wieder einen Walzer mit ihr zu tanzen. Typisch für den Chiemgau sind dabei, dass sich das Dirndl unabhängig vom Takt so schnell wie möglich in sich dreht, aber dabei eine relativ geringe Vorwärtsbewegung macht.

Das „Einfangen“ der Dirndl erfordert eine gute Abstimmung zwischen Dirndl und Buam, viel Taktgefühl und eine gute Einschätzung der Geschwindigkeit der Dirndl. Wenn die Harmonie zwischen Dirndl und Buam stimmt, dann geht die Drehgeschwindigekit der Dirndl ganz flüssig in einen Walzerschritt zwischen Dirndl und Buam über. Eine Chiemgauer Eigenart ist, dass die Dirndl an der rechten Hand gefangen werden, während im übrigen Bayern das Einfangen über die Schulter verbreitet ist.